Stärken und Besonderheiten Was prägt unsere Gemeinde heute besonders? Welches Konzept / Leitbild haben wir?  Was predigen und verkündigen wir? / Welche Botschaft liegt uns besonders am  Herzen?  Was prägt unsere Gemeinde heute besonders?   Wir sind Kirche auf dem Dorf, Kirche im Dorf. Der demographische Wandel ist  besonders in den kleinen Ortschaften zu spüren. Kinder- und Jugendarbeit ist durch die  räumliche Entfernung der Ortsteile nur schwer bis überhaupt nicht zu schaffen. Viele  Versuche sind schon gescheitert. Die Menschen sind meist Pendler, das Auto ist  unerlässlich. Die Kinder können nicht einfach so zusammen kommen.  Das erschwert so  manche Veranstaltung. Wichtig ist den Menschen hier die Präsenz von Kirche als Teil  der Gemeinde. Die Pfarrerin wird gern gesehen bei Seniorengeburtstagen und auch  erwartet. Aber es ist auch in Ordnung, wenn statt ihrer ein Mitglied des  Kirchenvorstandes den Besuch übernimmt. Viele Feste, so 2010 die 750- Jahr Feiern  der Orte Laufenselden, Egenroth, Grebenroth und Langschied wurden mit einem  Gottesdienst gefeiert. Kirche wird gefragt und meist werden auch die Gottesdienstzeiten  bei Vereinsfeiern am Sonntag geachtet.  Seit 51 Jahren gibt es einen Kirchenchor, seit 12 Jahren einen Gospelchor. Beide Chöre  prägen das Gemeindeleben. Hier finden sich ehrenamtliche Helferinnen für die  verschiedensten Feste und Veranstaltungen, ökumenische Begegnung, und natürlich  auch engagierte Sängerinnen, die in vielen Gottesdiensten mitwirken.  Unsere Kirchengemeinde ist stark in  der Ökumene, allein durch die vielen Familien, die  gemischt konfessionell ihren Glauben leben, gibt es immer wieder Begegnungen.  Schwierig ist in den letzten Jahren die offizielle ökumenische Zusammenarbeit  geworden.   Ein katholischer Pfarrer ist schon lange nicht mehr vor Ort, die Zusammenlegung der  Pfarrgemeinden macht lebendiges Miteinander fast unmöglich. Auch hier geschieht  einfach das Zusammenleben der Menschen über Grenzen der Konfession hinweg.  Sind die „normalen“  Sonntagsgottesdienste meist nur sparsam besucht, finden sich  immer wieder viele Besucher für die besonderen Events wie Christmette oder  Osternacht. Im Laufe der Jahre ist so eine Vielzahl von verschiedenen  Gottesdienstformen und – feiern entstanden. Nicht nur die Pfarrerin leitet den  Gottesdienst vor Ort leben Frau Doris Bremser und Frau Regina Enders, die auch als  Prädikantinnen tätig sind. Eine weitere Prädikantin, Frau Ursula Landes aus  Laufenselden, ist zur Zeit familiär zu stark eingebunden. Es gibt zwar keine Liturgie-  oder Gottesdienstgruppe, dennoch finden sich gerade zu den besonderen  Gottesdiensten immer Ehrenamtliche, die an der Gestaltung des Gottesdienstes  mitwirken.  zum Seitenanfang  Welches Konzept / Leitbild haben wir?  Wir sind Gemeinde auf einem Weg. Gewiss, wir haben unsere Gebäude, zwei schöne,  unterschiedliche Kirchen, die Heimat bieten, zwei Gemeindehäuser, in denen viele  Veranstaltungen stattfinden.  Aber theologisch verstehen wir uns als wanderndes  Gottesvolk. Da sind die beiden Kirchenvorstände, die seit Jahren langsam den oft  mühseligen Weg über die Bäderstraße beschreiten. Da ist auch in den Gottesdiensten  viel Bewegung, neue liturgische Elemente und Gottesdienstformen,  Zulassung von  Kindern zum Abendmahl, neuen Gottesdienstzeiten. Veränderungen, die zum Teil noch  nicht von der gesamten Gemeinde ungeteilt angenommen und begrüßt werden.  Ein neues Konzept für die Konfirmandenarbeit geht in den zweiten Jahrgang und wird  begrüßt. An einigen Stellen möchten wir noch weiter kommen. So besteht der Wunsch  nach einem Neubau einer Jugendkirche, Raum für die Jugendlichen. Bei all den  Räumen, die uns zur Verfügung stehen fehlt der Raum für gestaltete Jugendarbeit.   In den Kirchenvorständen fühlen wir uns noch zu oft als reines Verwaltungsgremium, zu  selten und zu kurz werden inhaltliche, theologische Themen besprochen. Auch da sind  wir noch auf dem Weg.   Gerne engagieren wir uns an den Plakataktionen der Landeskirche. Hier haben wir  gerade in Laufenselden mit der Kirche mitten im Ort sehr gute Rückmeldungen erhalten.  Kirche wurde wahrgenommen.  In allem ist es uns wichtig, alte Werte zu bewahren, die frohe Botschaft Gottes an die  Menschen weiter zu geben. Daher ist es uns wichtig, auf die Menschen zu zu gehen.  Kirche auf dem Weg ist aber nicht nur sinnbildlich gesehen. Seit einigen Jahren  unterhalten wir Kontakte zu einem kleinen Fischerort in Sri Lanka. Immer wieder fahren  kleine Gemeindegruppen dorthin. Der Blick über den eigenen Tellerrand gehört für uns  dazu.  zum Seitenanfang  Was predigen und verkündigen wir?   Welche Botschaft liegt uns besonders am Herzen?  Ein Lied, das besonders die Kinder gerne singen, lautet: „Wir sind eingeladen zum  Leben, unser Gastgeber ist Gott, ja Gott. Seine Liebe will er uns geben. Ist das nicht ein  Angebot?“  Im Prinzip ist hier die ganze Botschaft zusammengefasst. Wir sind hier auf dem Land  noch Volkskirche mit allen Vor- und Nachteilen. Kirche wird noch akzeptiert und  größtenteils als Teil der Gesellschaft geachtet.   Kinder werden meist noch getauft, Jugendliche gehen zur Konfirmation, der  Kirchenaustritt hält sich in Grenzen. Bei Gemeindefesten kommen viele Menschen und  der Gemeindebrief wird immer schon erwartet. Der Gottesdienstbesuch ist dagegen  eher gemäßigt. Der nassauische Freiheitsgedanke trägt hier Früchte, „wer zu oft geht,  der muss es ja nötig haben.“ ( Anmerkung der Pfarrerin: Bitte dies als eine  augenzwinkernde Bemerkung eines älteren Mitbürgers zu verstehen.)  Dennoch verstehen wir uns als einladende Gemeinde. In den verschiedenen  Gottesdienstformen und – zeiten sprechen wir auch verschiedenen Zielgruppen an. Für  uns erleichternd ist die Tatsache, dass Gott der Gastgeber ist und wir nur die Boten.  Hier möchten wir noch verstärkt Räume der Begegnung schaffen. Wir haben die beste  Botschaft: „Du Mensch bist geliebt von Gott, eingeladen zum Leben, angenommen so,  wie du bist.“ Das möchten wir in unseren Gottesdiensten und Festen kundtun und auch  leben. So werden Neubürger begrüßt, bei Abendmahlsfeiern bewusst alle Anwesenden   eingeladen und wir sind immer noch auf der Suche nach neuen Impulsen für diese  Arbeit.  zum Seitenanfang  Evangelische Kirchengemeinde Laufenselden - Egenroth